DPolG: Politik lässt Streifenpolizisten hängen
Polizisten im Schichtdienst geht es immer schlechter !
DPolG schlägt Alarm: Politik lässt Streifenpolizisten hängen !
Die Zuschläge für die Arbeit an Sonn- und Feiertagen sind in vielen Berufssparten im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Für Polizeibeamtinnen und –beamte gilt diese Entwicklung nicht. Die Deutsche Polizeigewerkschaft fordert deshalb die seit Jahren stagnierenden Zuschläge sowohl im Bund als auch in den Ländern zu erhöhen.
Bundesvorsitzender Rainer Wendt: „Es darf nicht sein, dass Polizeibeamtinnen und –beamte für ihren Dienst zu ungünstigen Zeiten damit bestraft werden, vom allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung abgekoppelt zu werden. Auch für sie - die täglich ihre Gesundheit und sogar ihr Leben riskieren - muss der Gesetzgeber endlich eine Erhöhung und Dynamisierung der Zuschläge auf den Weg bringen.
Polizistinnen und Polizisten stehen auf der Liste der „Sonntagsarbeiter“ am Ende der Skala hinsichtlich der Erhöhung der Zuschläge im Jahr 2007. Laut aktueller Erhebung der „Rheinischen Post“ erhält ein Polizist für 8 Stunden Sonntagsarbeit gerademal 21,68€ mehr. Ein Chemielaborant erhält 80,93€ zusätzlich, was einer Steigerung von 4,4% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Ein VW-Arbeiter geht mit 132,28€ (+4,1%) mehr nach Hause für 7,15 Stunden Arbeit.
Bei einer Erhöhung von 2,72€ auf 5€ Zulage pro Stunde würden unsere Kolleginnen und Kollegen lediglich ins Mittelfeld aufrücken. Aber selbst diesen Schritt sind die Gesetzgeber in Bund und Ländern nicht bereit zu gehen. Wir fordern die verantwortlichen Politiker auf, nicht nur in Sonntags-reden die Polizei zu loben, sondern sie für ihre Sonntagsarbeit angemessen zu vergüten!
Auch die Schichtdienstzulage muss, wie im übrigen öffentlichen Dienst, endlich von 51,13€ auf 102,26€ steigen. Es gibt keinen Grund, warum Polizisten – die allgemein anerkannt zur Berufsgruppe mit der höchsten physischen und psychischen Belastung zählen – nur die halbe Schichtdienstzulage erhalten.“





