Neuorganisation bringt keine Erleichterung
Neuorganisation der Bundespolizei bringt keine Erleichterung der Polizeiarbeit !
DPolG gratuliert dem neuen Präsidenten der Bundespolizei.
Seit dem 01. März 2008 ist die neue Struktur der Bundespolizei in Kraft getreten.
Der in der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) für die Bundespolizei zuständige Fachverbandsvorsitzende, Hans-Joachim Zastrow, sieht in der neuen Struktur keine nennbaren Verbesserungen für den Dienst am Bürger und für die Innere Sicherheit. Einziger Schritt in die richtige Richtung sei, die Bundespolizei in einer Oberbehörde zusammenzuführen, so der Gewerkschaftschef.
Zastrow: „Die Auflösung von 61 Bundespolizeiinspektionen wird die Arbeit der Bundespolizei zukünftig eher erschweren und keinesfalls erleichtern. Dieses gilt insbesondere für die Führung der räumlich deutlich zu großen Dienststellen an der Basis. Ich befürchte, dass die Bürgerinnen und Bürger durch die weiteren Wege zum Einsatzort letztlich auch weniger Bundespolizei vor Ort antreffen werden. Der Zuschnitt der 9 Bundespolizeidirektionen ist durch die Auflösung der bisherigen Bundespolizeiämter ebenfalls zu groß geraten.“
Zastrow vertritt darüber hinaus die Auffassung, dass die Neuorganisation der Bundespolizei besser zwei bis drei Jahre später erfolgt wäre. Der Personalbedarf an den Grenzen zu Polen und Tschechien sowie zu Österreich sei heute noch vollkommen offen. Zur seriösen Personalbemessung an dieses Grenzen bedürfe es eine mehrjährige Analyse des Kriminalitätsbildes. Daraus könne sich durchaus eine Personalmehrung als eine Personalreduzierung ergeben. Einen Personalabbau dürfe Bundesinnenminister Dr. Schäuble deshalb in diesen Regionen keinesfalls zulassen, so der Bundespolizeigewerkschafter.
Zastrow: „Die Bundesregierung hätte dafür Sorge tragen sollen, der Bundespolizei 1000 neue Stellen für die immer umfangreicheren Aufgaben an den Flughäfen zuzubilligen. Bei der bisherigen Anzahl von Bundespolizeiämtern und –inspektionen, wäre so ein deutlich besseres Ergebnis für die Bundespolizei erreicht worden. Der Bund verpulvert offensichtlich lieber zweistellige Milliardenbeträge in das katastrophale Missmanagement von Staatsbanken, als dieses Geld für den Ausbau der Bundespolizei und zur Festigung der Inneren Sicherheit zu nutzen.“
Der Vorsitzende des DPolG Fachverbandes Bundespolizei gratuliert dem neuen Präsidenten der Bundespolizei, Matthias Seeger, zu seiner Amtseinführung und bietet einen intensiven Dialog und eine konstruktive Zusammenarbeit mit der DPolG an.






