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DPolG erschüttert vom Mordanschlag in Kabul

Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) erschüttert vom Mordanschlag gegen drei deutsche Polizeikollegen in Kabul

Unser tiefstes Mitgefühl gehört an dieser Stelle den Angehörigen der im Dienst ums Leben gekommenen deutschen Kollegen. Unter den drei toten Polizeibeamten befindet sich auch ein Kollege der Bundespolizeiinspektion Karlsruhe, der zugleich Mitglied im DPolG Fachverband Bundespolizei war.

Der Vorsitzende des DPolG Fachverbandes Bundespolizei, Hans-Joachim Zastrow, verurteilte die Mordtat scharf:
Zastrow: „Der feige Anschlag führt uns grausam vor Augen, welchen Gefahren die eingesetzten Kräfte von Polizei und Bundeswehr zum Aufbau der Sicherheit in Afghanistan täglich ausgesetzt sind. Völlig egal, ob zum Schutz der deutschen Botschaft oder im Rahmen des Isaf-Mandates, stellt der Dienst in Afghanistan einen außergewöhnlichen freiwilligen Auslandseinsatz von Menschen dar, die in globaler Verantwortung dazu beitragen, den rechtsstaatlichen Aufbau weiter voranzutreiben und erreichte Stabilität zu festigen. Umso größer ist meine Verachtung gegenüber den feigen Mördern.“

Die in diesem Zusammenhang verschiedentlich geforderte zusätzliche personelle Verstärkung der Polizeimission in Afghanistan sieht der Polizeigewerkschafter hingegen eher kritisch. Zum einen hätte ein solcher Anschlag auch bei der Anwesenheit von mehr europäischen Polizisten kaum verhindert werden können. Zum anderen stelle sich die Frage, ob in Afghanistan ausreichend einheimische Menschen zur Verfügung stünden, die zur Ausbildung für den hoch qualifizierten Polizeiberuf geeignet seien.

Afghanistan sei offensichtlich leider noch weit von einer stabilen Sicherheitslage entfernt. Deshalb gelte es in erster Linie die Rahmenbedingungen zum Aufbau der Inneren Sicherheit weiter auszubauen. Dazu sei der Einsatz der Bundeswehr und Soldaten anderer Staaten weiter unverzichtbar, so Zastrow.
Zastrow warnte vor übereilten Vorschlägen und Forderungen zu Folgehandlungen.
„Was wirklich zu tun ist wissen die Polizeibeamten vor Ort in Kabul am besten. Mit ihnen muss jetzt schnell gesprochen werden, um mögliche Maßnahmen zur persönlichen Sicherheit der Kollegen zu treffen.
Dem beim Anschlag schwer verletzten Kollegen wünsche ich eine schnelle Genesung. Den vor Ort eingesetzten Polizeibeamten wünsche ich die Kraft, dass schwere Schicksal ihrer Kollegen trotz des Dienstalltags in Kabul zu verarbeiten.“


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