Tausende Kolleginnen und Kollegen nahmen Abschied
Tausende Kolleginnen und Kollegen nahmen Abschied
Mit einer würdigen Trauerfeier im Berliner Dom nahmen tausende Polizistinnen und – Polizisten Abschied von den in Afghanistan bei einem hinterlistigen Mordanschlag getöteten Kollegen Jörg Ringel, Mario Keller und Alexander Stoffels. Neben den trauernden Familien zeigten zahlreiche Politiker aus den Ländern und vom Bund, allen voran die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Vizekanzler Frank Müntefering ihre Anteilnahme am Tod der drei deutschen Polizisten. Von der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) nahmen deren Bundesvorsitzender, Wolfgang Speck, der DPolG Landesvorsitzende Frank Domanski, der Vorsitzende des DPolG Fachverbandes Bundespolizei, Hans-Joachim Zastrow, sein Stellvertreter Thomas Rudlof, sowie der Ortsvorsitzende der BPOLI Karlsruhe, Klaus Decker und zahlreiche weitere Funktionsträger teil.
In bewegenden Ansprachen von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und dem deutschen Botschafter in Kabul, Hans-Ulrich Seidt, wurden der Einsatz als Personen- und Objektschützer, die Verlässlichkeit und die hohe fachliche Kompetenz der drei toten deutschen Polizisten während ihres Einsatzes in Afghanistan hervorgehoben.
Noch am Rande der Trauerfeier wiederholte der DPolG Bundesvorsitzende Wolfgang Speck seine Forderung nach einer Überprüfung der Gefährdungslage für deutsche Polizisten in Afghanistan gegenüber mehren Fernsehsendern. Seine Forderung nach einem verbesserten Schutz habe nichts mit der propagierten Militarisierung des Polizeieinsatzes zu tun. Der Schutz von Leib und Leben, stehe jedoch vor einem zivilen Auftritt der Polizei in Ländern mit einem ausgesprochen hohen Gefahrengrat, wie in Afghanistan. Wo die Taliban mit ihren Angriffen und Anschlägen nicht zwischen Militär und Polizei unterscheide, sei für die eingesetzten Menschen grundsätzlich der gleiche Maßstab an Schutz zu gewährleisten. Es müsse mit Taten und nicht nur mit Worten alles unternommen werden, damit es nicht zu weiteren toten Polizisten in Afghanistan komme. Die Gefahrenlage sei angespannter den je, so der DPolG Bundesvorsitzende Wolfgang Speck.






