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Urteil gegen Münchener U-Bahnschläger


Richtiges Signal an gewaltbereite Jugendliche

Das heute gesprochene Urteil des Münchener Landgerichts für die beiden Jugendlichen, die im Dezember 2007 brutal einen Rentner im U-Bahnhof zusammengeschlagen hatten, wird von der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) begrüßt. Die jungen Männer müssen wegen versuchten Mordes für achteinhalb bzw. zwölf Jahre hinter Gitter.

DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt: „Der Staat zeigt mit dem Urteil zu Recht konsequente Härte. Die brutale Attacke der beiden jungen Männer hat unsere Gesell-schaft aufgeschreckt und zu einer breiten Debatte über den Umgang mit kriminellen Ju-gendlichen geführt. Eine wirkliche Verhinderung von Gewalttaten ist aber in Zukunft nur dann möglich, wenn alle gesellschaftlichen Gruppen eng kooperieren und sich gege-nüber gewaltbereiten Jugendlichen auch verantwortlich fühlen.

Polizei und Justiz sind nur ein Glied in der Kette, die auf junge Menschen einwirkt, wenn diese Straftaten begehen. Gefordert sind aber vor allem Eltern, Freunde und das soziale Umfeld wie Kirchen, Sportvereine, Schulen und Jugendämter, um dafür zu sorgen, dass Straftaten gar nicht erst begangen werden. Nicht nur der Staat muss unmissverständlich zeigen, dass er Gewalt nicht duldet, auch jeder einzelne in der Gesellschaft besitzt die Pflicht – in Zusammenarbeit mit anderen aus dem sozialen Umfeld - , gewaltbereiten Tendenzen von Beginn an entgegenzutreten.“


DPolG Bund
Berlin, 08.07.2008


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