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Auftakt der Tarifverhandlungen: DPolG enttäuscht


Deutsche Polizeigewerkschaft(DPolG) enttäuscht -
Streik auch in der Polizei möglich

Der Auftakt der Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst in Potsdam ist für die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) eine große Enttäuschung. „Die Arbeitgeberseite zeigt sich wenig konstruktiv, sie hat nicht erkannt, wie ernst die Lage ist. In der Belegschaft brodelt die Stimmung, denn die Zeit für eine echte Einkommenssteigerung ist reif. Wenn das so weitergeht, können Streiks auch in der Polizei möglich werden“, so der Bundestarifbeauftragte der DPolG Gerhard Vieth heute während einer Tarifklausur der Polizeigewerkschaft in Berlin.

Die Tarifbeschäftigen der Polizei haben wichtige Schlüsselfunktionen, die bei Arbeitsniederlegungen zu immensen wirtschaftlichen Schäden für die Privatwirtschaft und den Staat führen können. Gerhard Vieth: „Wenn unser Fluggastkontrolldienst an den Großflughäfen in Deutschland in den Arbeitskampf geht, werden tausende Fluggäste am Boden bleiben, denn die Flüge fallen aus. Und wenn in den Kommunen die Knöllchenschreiber streiken, herrscht Parkchaos und die Einnahmen bleiben aus. Wir sind bereit, alle Register zu ziehen und unsere Kolleginnen und Kollegen stehen bereit!“

Der DPolG-Bundesvorsitzende Rainer Wendt erklärte in Berlin:

„Die Rolle des Sparschweins der Nation sind wir leid, jetzt muss Geld auf den Tisch. Unsere Beschäftigten haben überhaupt kein Verständnis für monatelange Verhandlungsrituale, wie etwa bei der Bahn. Entweder die Arbeitgeber entscheiden sich für ernsthafte Vorschläge oder die Gespräche scheitern früher als manchen lieb ist. Dann ist ein Arbeitskampf unausweichlich, den kann in der derzeitigen Sicherheitslage in Deutschland bei den politisch Verantwortlichen eigentlich niemand wollen.

Die Diskussion über längere Arbeitszeiten ist abenteuerlich und scheinheilig. In Wahrheit geht es darum, weitere Arbeitsplätze abzubauen und den Arbeitsdruck auf die Belegschaft zu erhöhen, das machen wir auf keinen Fall mit. Die Polizei kann es sich nicht leisten, noch mehr Polizisten in Funktionen zu verwenden, für die es qualifizierte Polizeitarifbeschäftigte gibt. Wir müssen Straftaten bekämpfen und davon gibt es mehr als genug!“


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