Warnstreiks auf Flughäfen am 5. März
In die Warnstreiks vor der fünften Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst werden am 5. März 2008 auch Flughäfen einbezogen. Die dbb tarifunion und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di haben die Beschäftigten an mehreren deutschen Flughäfen dazu aufgerufen, gemeinsam mit den Arbeitnehmern in Krankenhäusern, Kindertagesstätten, Verwaltungen, im Nahverkehr und bei der Müllabfuhr ab dem frühen Morgen vorübergehend die Arbeit niederzulegen.
„Auch die Beschäftigten an den Flughäfen haben das Arbeitgeberangebot als Luftnummer durchschaut. Die Kollegen sind nicht bereit, das Tarifergebnis aus der eigenen Tasche vorzufinanzieren“, so Frank Stöhr, der Verhandlungsführer der dbb tarifunion. Mit den Warnstreiks solle der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden, sich bei den nächsten Tarifverhandlungen am 6. und 7. März zu bewegen und ein ernsthaftes Angebot vorzulegen.
Die Gewerkschaften fordern 8 Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 200 Euro. Nach den Vorstellungen der Arbeitgeber sollen die 1,3 Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen auf das Jahr 2008 gerechnet eine Einkommenserhöhung von 2,5 Prozent, für 2009 von nur noch 0,41 Prozent erhalten. Dazu soll aus Arbeitgebersicht auch die Arbeitszeit um bis zu 1,5 Wochenstunden erhöht werden.
(dbb, 05.03.2008)






