Scheitern der Tarifverhandlung keine Überraschung
Das Scheitern der Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst ist von der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) „ohne Überraschung, aber mit Enttäuschung, Zorn und Wut auf die Arbeitgeber“ registriert worden. Flächendeckende, lang anhaltende Streiks im Öffentlichen Dienst werden nach Überzeugung der DPolG nicht ohne Auswirkungen auf die Sicherheitslage bleiben.
In Berlin erklärte der DPolG-Bundesvorsitzende Rainer Wendt:
„Dieses vorläufige Ende der Verhandlungen ist nicht überraschend. Von Beginn an waren die Arbeitgeber darauf aus, zu provozieren und die Öffentlichkeit zu täuschen. Das angebliche Angebot von 5 % hat sich als dreiste Mogelpackung erwiesen, die nicht diskutabel war. Das jetzige Mauern der Arbeitgeber hat letztendlich zum Scheitern geführt.
Man kann mit erheblichen Steigerungen der Mobilisierung der Beschäftigten rechnen, auch in Sicherheitsbereichen, in denen wichtige Funktionen ausgeübt werden. Streiks werden deshalb mit Sicherheit auch Auswirkungen auf die Sicherheitslage in Deutschland haben.
Das Verhalten der Arbeitgeber löst große Enttäuschung, aber auch Wut und Zorn der Beschäftigten aus. Hunderttausende Beschäftigte sorgen rund um die Uhr für die Funktionsfähigkeit des Staates, für öffentliche Fürsorge, für Menschlichkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit. Sie haben den Respekt der Arbeitgeber verdient, nicht eine solche miserable Behandlung.
Das Verhalten der Arbeitgeber war weitgehend geprägt von Arroganz, Missachtung und Ignoranz gegenüber den Beschäftigten, das wird nicht ohne langfristige Auswirkungen auf das Verhältnis zur Politik bleiben.“
Berlin, 07.03.2008






