Schlichtungsverfahren für den öffentlichen Dienst
Die Schlichtung im Tarifkonflikt des deutschen öffentlichen Dienstes wird am kommenden Samstag den 15. März 2008 in Frankfurt am Main beginnen. Dies teilte die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) am Dienstag in Frankfurt mit.
Schlichter sind der frühere baden-württembergische Ministerpräsident Lothar Späth und der frühere Hannoversche Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg. Ziel ist es, am 29. März einen Abschluss erzielen zu können.
Die Tarifverhandlungen für insgesamt 1,3 Millionen Beschäftigte bei Bund und Kommunen waren am vergangenen Freitag in Potsdam nach der fünften Runde für gescheitert erklärt worden. In der vorigen Woche hatte es in Deutschland massive Warnstreiks gegeben.
Die Gewerkschaften dbb tarifunion und Ver.di fordern acht Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro im Monat. Die Arbeitgeber bieten fünf Prozent in drei Schritten für zwei Jahre und verlangen eine Erhöhung der Arbeitszeit auf 40 Stunden pro Woche.
Bei einer Schlichtung sollen in Deutschland mit Hilfe neutraler Vermittler Tarifstreitigkeiten gelöst werden. Voraussetzung ist, dass Arbeitgeber und Gewerkschaften eine Vereinbarung über ein Schlichtungsverfahren geschlossen haben.
Während einer Schlichtung sind keine Streiks erlaubt.
(Auszug Text: derStandard.at , 11.03.2008)





